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Der Weg zur TPO-freien Zukunft: Was Hersteller wissen müssen

Gründe für die steigende Nachfrage nach TPO-freien lichthärtenden Klebstoffen

Da sich regulatorische Anforderungen weltweit kontinuierlich weiterentwickeln, prüfen Hersteller verschiedenster Branchen die in ihren Produkten und Prozessen eingesetzten Materialien zunehmend genauer. Die Auswahl eines Klebstoffs wird heute nicht mehr nur unter Leistungs- und Fertigungsaspekten betrachtet, sondern auch im Hinblick auf Produktzulassung, regulatorische Konformität und langfristiges Lifecycle-Management. 

Ein Material, das dabei verstärkt in den Fokus rückt, ist TPO (Diphenyl(2,4,6-trimethylbenzoyl)phosphinoxid) ein Photoinitiator, der häufig in UV- und LED-härtenden Klebstoffen eingesetzt wird. Neue regulatorische Entwicklungen und die wachsende Aufmerksamkeit für Stoffe, die als krebserzeugend, mutagen oder reproduktionstoxisch (CMR) eingestuft werden, veranlassen Hersteller dazu, die in aktuellen und zukünftigen Produkten verwendeten Materialien kritisch zu bewerten.

Diese Entwicklungen betreffen zahlreiche Industriezweige, haben jedoch insbesondere für Hersteller von Medizinprodukten große Bedeutung. Hier bleiben Klebstoffe häufig über viele Jahre Bestandteil eines Produktdesigns, sodass Änderungen mit umfangreichen Validierungs- und Qualifizierungsprozessen verbunden sein können. 

Warum erhält TPO zunehmend Aufmerksamkeit?

TPO wurde lange Zeit aufgrund seiner Fähigkeit geschätzt, eine schnelle und zuverlässige Aushärtung in UV- und LED-härtenden Systemen zu ermöglichen. Seine Absorptionseigenschaften machen den Photoinitiator besonders effektiv bei Wellenlängen, die typischerweise für LED-Härtungsprozesse genutzt werden. Dadurch können Hersteller kurze Aushärtezeiten erzielen und gleichzeitig von den Vorteilen moderner LED-Härtungssysteme profitieren. 

Bei der Entwicklung zukünftiger Produkte stellen sich viele Ingenieure und Produktentwickler daher Fragen wie:

  • Welche Auswirkungen könnten zukünftige regulatorische Änderungen auf bestehende Produkte haben?
  • Sollten bei Neuentwicklungen alternative Technologien berücksichtigt werden?
  •  Wie lässt sich das Risiko späterer Umformulierungen minimieren?

 

Um diese Fragen zu beantworten, müssen Faktoren wie Aushärtungsleistung, Substratverträglichkeit, Fertigungseffizienz, Qualifizierungsanforderungen und anwendungsspezifische Leistungsanforderungen sorgfältig gegeneinander abgewogen werden.

Häufige Fragen

Warum kann der Verzicht auf TPO eine Herausforderung sein?

Photoinitiatoren sind ein wesentlicher Bestandteil der Aushärtungschemie lichthärtender Materialien. Änderungen an der Formulierung können Einfluss auf die Aushärtegeschwindigkeit, die Härtungstiefe, die Haftung, die Farbgebung, die Lagerstabilität und weitere Materialeigenschaften haben. Deshalb ist die Bewertung von Alternativen deutlich komplexer als der einfache Austausch einer einzelnen Komponente. 

Wie reagiert Dymax auf das wachsende Interesse an TPO-freien Materialien?

Dymax erkannte die sich wandelnden Bedürfnisse der Branche bereits früh und begann 2018 mit der Entwicklung von TPO-freien Klebstoffen. Seitdem wurden mehr als 90 Produkte erfolgreich auf TPO-freie Formulierungen umgestellt. 

Bei der Entwicklung dieser Formulierungen lag der Schwerpunkt darauf, die Leistungsmerkmale beizubehalten, auf die Hersteller von Medizinprodukten angewiesen sind. Dazu zählen eine zuverlässige Haftung auf anspruchsvollen Substraten, die Kompatibilität mit medizinischen Kunststoffen und Metallen, die Beständigkeit gegenüber wiederholten Sterilisationszyklen, die Eignung für flexible Baugruppen sowie eine geringe Wasseraufnahme. 
Die Formulierungen kommen unter anderem bei der Montage von Wearables, beim Verkleben von Kathetern und Kanülen sowie in ausgewählten Verguss- und Verkapselungsanwendungen zum Einsatz.

Neuheiten im TPO-freien Produktportfolio von Dymax

Seit der Einführung der ersten Produkte des TPO-freien Portfolios Anfang 2025 hat Dymax mehrere neue Formulierungen auf den Markt gebracht:

  • 1406-MZ - Ein TPO-freier, LED-optimierter medizinischer Klebstoff für Kunststoffe und Metalle
  • 1072-MZ - Ein TPO-freier Medizinklebstoff für die Kunststoffmontage ohne Fluoreszenz
  • 1172-M-UR-Z - Ein TPO-freier, flexibler Kunststoffklebstoff mit Ultra-Red®-Fluoreszenztechnologie
 
Wo kann ich mehr über TPO-freie Materialien und aktuelle Branchentrends erfahren?

Dymax wird in Kürze ein umfassendes Whitepaper veröffentlichen, das aktuelle Markt- und Regulierungsentwicklungen, wichtige Kriterien bei der Auswahl von Klebstoffen sowie Fortschritte bei TPO-freien lichthärtenden Formulierungen beleuchtet. 

Weitere Einblicke und Informationen erhalten Sie in unserem bald erscheinenden Whitepaper.
 


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